Obst für das Baby

Obst zählt neben Gemüse zu den gesündesten Lebensmitteln und darf dem Baby deshalb ab Beginn der Beikost angeboten werden. Wenn ihr einige Grundlagen beachtet, kann euer Baby Obst von Beginn an frisch und roh essen.

Obst für das Baby und Beikost

Bei der Wahl der geeigneten Obstsorte, solltet ihr euch an den Saisonkalender halten und das Obst verwenden, das frisch verfügbar ist.

Außerdem ist es ratsam, auf Bioware und Obst der regionalen Bauern zurückzugreifen. Je kürzer der Transportweg, desto frischer ist das Obst und je frischer das Obst, desto höher ist der Gehalt an wertvollen Vitaminen und Nährstoffen.


Apfel – Klassisches Einsteiger-Obst für Babys

Die meisten Babys machen ihre erste Erfahrung mit Obst, indem sie Apfelbrei essen. Ob als Nachtisch zur besseren Eisenaufnahme des Mittagsbrei, als Zwischenmahlzeit oder als Bestandteil des Getreide-Obst-Brei - Äpfel sind gesund!

Äpfel dürfen bereits ab Beikostreife gefüttert werden.

Mit ihrer hohen Nährstoffdichte und ihrer positiven Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt können sie bei Verdauungsproblemen der Babys behilflich sein. Einigen Babys liegt Möhrenbrei schwer im Bauch und sie bekommen Verstopfung – dann hilft es oft, wenn ihr als Nachtisch ein paar Löffelchen Apfelbrei füttert oder gar einen Apfel im Möhrenbrei mitkocht.

Die meisten Vitamine der Äpfel liegen direkt unter der Schale, so dass es sich lohnt, auf Bioware und Äpfel aus regionalem Anbau zurückzugreifen.

Beikostbeginner kauen auch gern auf einem ganzen Apfel herum und finden es toll, wenn sie ihn ausgiebig mit ihrem Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn untersuchen können. Vorsichtig solltet ihr nur sein, wenn die ersten Zähnchen stark genug werden, große Stücke herauszubeißen. An einem Apfelstück können sich Babys leicht verschlucken, deswegen solltet ihr sie beim Essen nie unbeaufsichtigt lassen – aber das versteht sich ja von selbst ;-)

Apfel

Banane – Süßes Früchtchen für das ganze Jahr

Babys lieben den süßen Geschmack und die weiche Konsistenz von Bananen. Selbst ohne Zähnchen können sie schon mit dem Gaumen zerdrückt werden. Bananen sind zudem sehr sättigend und eignen sich daher sehr gut als Zwischenmahlzeit.

Leider sind Bananen aber auch voller Pflanzenschutzmittel und so empfehlen wir euch dringend, auf Bananen aus Bioanbau zurückzugreifen.

Babys vertragen Banane ab der Beikostreife. Ihr solltet jedoch in ihrem Einsatz sparsam sein, da Bananen auch sehr süß sind und so Babys Geschmack beeinflussen.

Banane

Birne

Birnen sind ein tolles Obst für Babys. Sie enthalten viele Ballaststoffe und haben ebenso wie Äpfel eine positive Wirkung auf die Verdauung. Durch einen geringen Säuregehalt vertragen die meisten Babys Birnen sehr gut. Wenn ihr sie frisch kauft und einige Tage liegen lasst, sind sie schnell so reif, dass das Baby sie mit dem Gaumen zerdrücken kann.

Unsere Jungs lieben Birnen und ich komme meist gar nicht mit dem Schneiden oder Schälen für den Kleinen hinterher. Babys vertragen Birnen bereits ab dem Alter von 6 Monaten.

Apfel-Birnen-Hirsebrei

Blaubeeren, Heidelbeeren

Blaubeeren sind eigentlich keine Beeren, sondern Heidekraut. Deshalb fallen sie auch nicht in die Gruppe der heißdiskutierten Beerenfrüchte, deren Einführung als Beikost für Babys umstritten ist.

Blaubeeren sind voller gesunder Inhaltsstoffe und gut verträglich. Wenn das Baby schon einige Lebensmittel kennengelernt hat, könnt ihr es sorglos Blaubeeren probieren lassen.

Ihr solltet nur aufpassen, dass ihr dem Baby keine ganzen Früchte gebt. Diese könnte es verschlucken und dann daran ersticken. Wir empfehlen euch, die Blaubeeren zu pürieren und mit wachsendem Alter zu halbieren.

Blaubeeren festigen den Stuhl und sollten Babys, die häufig unter Verstopfung leiden, nur in Maßen gefüttert werden. Außerdem färben Blaubeeren den Stuhl schwarz – das ist normal und kein Grund zur Panik. Schmelzflockenbrei mit Heidelbeere

Erdbeeren – für Babys ab 10 Monaten

Vitamin C, Folsäure und viele wertvolle Mineralstoffe – Erdbeeren sind voll mit gesunden Inhaltsstoffen. Doch ab wann dürfen Baby und Kleinkinder Erdbeeren essen?

Noch immer hält sich hartnäckig die Meinung, dass Erdbeeren für Babys und Kleinkinder auf Grund ihrer allergie-auslösenden Wirkung nicht geeignet sind. Das ist aber nicht ganz richtig. Babys können auf jede Obstsorte allergisch reagieren. Deshalb solltet ihr eine Obstsorte nach der anderen einführen, um dem Körper Zeit zu geben, sich an das neue Lebensmittel zu gewöhnen. Außerdem könnt ihr so besser erkennen, welches Obst euer Baby verträgt und welches eher nicht.

Babys dürfen ab dem 10. Lebensmonat von dem süßen Früchtchen Erdbeere naschen. Ihr solltet aber ganz genau darauf achten, woher eure Erdbeere stammt. Importierte Produkte sind voller Pflanzenschutzmittel und enthalten so gut wie keine Vitamine und Mineralstoffe. Bevorzugt Erdbeeren aus eurer Region, denn sie schmecken umso besser, je frischer sie sind.

Zu Beginn solltet ihr dem Baby nur eine kleine Menge Erdbeeren zu naschen geben und abwarten, wie der kleine Körper die Früchtchen verträgt. Erdbeeren enthalten relativ viel Fruchtsäure, so dass manche Babys davon kleine Pickelchen um den Mund oder einen wunden roten Po bekommen.

Rezept für Erdbeer-Bananen-Brei

Erdbeere

Mango – milde Tropenfrucht

Mangos sind besonders ballaststoffreich und haben dadurch eine positive Wirkung auf die Verdauung. Da Mangos hierzulande nicht wachsen, müssen sie importiert werden und oft lange Transportwege überstehen. Deshalb empfiehlt es sich, Bioware zu kaufen.

Babys könne ab einem Alter von 9 Monaten Mangos gut vertragen. Vorher solltet ihr sie nur mit heimischen Früchten beköstigen, die auch später in der Obstnahrung überwiegen sollten.

Babybrei mit Mango und Kokos-Dinkelflocken

Pfirsich – ein milder Star für Babybrei

Pfirsiche sind bei Babys sehr beliebt, denn sie haben einen milden lieblichen Geschmack. Da sie nur recht wenig Fruchtsäure enthalten, werden sie von den meisten Babys gut vertragen. Babys können Pfirsiche bereits ab dem Alter von 7 Monaten als Obst essen – das gleiche gilt übrigens auch für Aprikosen.

Mit reichlich Vitamin B3 und wertvollen Mineralstoffen sorgen Pfirsiche für gute Laune und geben auch müden Eltern einen Frischekick.

Sehr reife Pfirsiche könnt ihr ihn Stückchen schneiden und als Fingerfood zum Naschen geben. Das Fruchtfleisch ist dann weich genug, so dass euer Baby es mit dem Gaumen zerdrücken kann. Ihr könnt die Pfirsiche aber auch zu feinem Brei kochen.

Da die Schale der Pfirsiche meist belastet ist, empfiehlt es sich Pfirsiche zu häuten. Das geht am besten, indem ihr sie kurz in heißes Wasser und anschließend kurz in kaltes Wasser taucht. Die Schale lässt sich dann ganz mühelos abziehen.

Rezept für Zwiebackbrei mit Pfirsich

Pflaume – Hausmittel bei Verstopfung

Pflaumen sind reich an natürlichem Zucker, Ballaststoffen und Vitaminen. Da sie kein Allergiepotential enthalten und säurearm sind, können sie bereits von Babys zwischen 4 und 6 Monaten verzehrt werden.

Zu Beginn empfiehlt es sich, die Pflaumen zu Brei zu kochen.

Wenn euer Baby unter Verstopfung leidet, ist ein Pflaumen-Birnen-Brei ein wahres Hausmittel. Schon ein paar Löffelchen fördern Babys Verdauung und helfen gegen quälende Bauchschmerzen.

Rezept für Birnen-Pflaumen-Brei




Rhabarber – nichts für Babys

Rhabarber zählt eigentlich zu den Gemüsesorten, doch da er oft wie Obst verwendet wird, nehmen wir ihn hier mit auf.

Mit seinem säuerlichen Geschmack schmeckt Rhabarber eigentlich nur, wenn er mit Zucker verarbeitet wird. Da Zucker für Babys jedoch weitestgehend gemieden werden sollte, stellt sich auch kaum noch die Frage ab wann Babys Rhabarber essen dürfen. Die Antwort ist ohnehin umstritten, da Rhabarber sehr viel Oxalsäure enthält, die giftig wirken kann.

Solltet ihr mal in die Verlegenheit kommen, euer Baby von Rhabarberkompott oder Marmelade kosten zu lassen, dann ist das kein Problem. Wir raten euch nur davon ab, Rhabarber als dauerhaftes Obst in den Speiseplan des Babys aufzunehmen.

In Maßen darf Rhabarber ab dem Kleinkindalter, d.h. ab etwa 12 Monaten gelegentlich verzehrt werden.

Weintrauben – Fingerfood für kleine Hände

In Weintrauben stecken von Natur aus viele wertvolle Oxidantien und sie besitzen kein ausgeprägtes Allergierisiko. Trotzdem eignen sich Weintrauben leider nur bedingt für Babys.

Kaum ein anderes Obst ist so stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, wie die Weintraube. Auch sorgfältiges Abwaschen kann die Chemie nicht vollständig entfernen. Deshalb solltet ihr bei Weintrauben nur Bioware kaufen! Am allerbesten ist es, wenn ihr bis zur heimischen Traubensaison wartet und dann Weintrauben für euer Baby bei regionalen Händlern kauft.

Sobald die ersten Zähnchen da sind und das Baby sich an feste Nahrung gewöhnt hat, sind Weintrauben ein tolles Fingerfood. Ab einem Alter von etwa 10 Monaten dürfen Babys Weintrauben essen. Passt aber auf, dass ihr sie anfangs halbiert und dass sie keine Kerne enthalten um die Erstickungsgefahr zu bannen.

Weintrauben Baby



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