Beikost

Was ist Beikost?

Unter Beikost werden alle Lebensmittel zusammengefasst, die nach einer reinen Milchernährung (Muttermilch oder Säuglingsfläschchen) den Speiseplan eines Babys erweitern. Die Beikost bildet eine Zwischenstufe zur Ernährung am Familientisch, der sogenannten Familienkost.

Beikost

Warum ist Beikost nötig?

Mit zunehmendem Alter erhöht sich der Bedarf des Babys an Spurenelementen, Vitaminen und Eiweiß um die Muskulatur und Knochen sowie die ersten Zähnchen optimal zu entwickeln. Hinzu kommt, dass die Kleinen mit Beginn des 2. Lebenshalbjahres immer mobiler werden und so mehr Energie benötigen um die Welt erkunden zu können. Das Verdauungssystem, die Nieren und der gesamte Stoffwechsel haben sich in den ersten 4 Lebensmonaten so weit entwickelt, dass sie nun neben den Milchmahlzeiten bereit für andere Babynahrung sind. Es wird also langsam Zeit Beikost einzuführen ...

Formen der Beikost

Die am meisten verbreitete Form der Beikost ist die Einführung von Babybrei. Dabei wird das Baby Löffel für Löffel an feste Nahrung gewöhnt. Mama und Papa entscheiden, wann es welchen Brei gibt und wie viel das Baby im Optimalfall davon isst.

Eine alternative Form der Beikost ist das Angebot von Fingerfood. Beim sogenannten Baby-Led-Weaning "entscheidet" das Baby, welche Nahrungsmittel es probieren möchte.

Beikost - was muss ich beachten?

  • Das Baby sollte niemals zum Essen gezwungen werden!
  • Babybrei gehört niemals in die Flasche! Das führt nur zu Bauchschmerzen da der Brei nicht mehr eingespeichelt wird und schadet außerdem den kleinen Zähnchen. Ebenso abzuraten ist von allen industriellen Gute-Nacht-Fläschchen und Trinkmahlzeiten.

keine Flasche

  • Baby und Trinken: Ab dem ersten Löffelchen Beikost sollte dem Baby auch immer etwas zu trinken angeboten werden. Empfehlenswert sind hier Wasser oder ungesüßter Tee ohne Koffein.
  • Dem Beikostplan entsprechend sollte immer nur ein neues Lebensmittel eingeführt werden und über einen Zeitraum von 5-7 Tagen auf seine Verträglichkeit getestet werden.
  • Es wird jeden Monat eine weitere Mahlzeit ersetzt.
  • Babybrei sollte nur einmal erwärmt werden!
  • Vor dem Verzehr sollte dem Babybrei (sofern in industriellen Gläschen noch nicht enthalten) ein Teelöffel Öl beigefügt werden. Empfehlenswert sind dafür Raps-, Sonneblumen- oder Maiskeimöl.
  • Damit der Körper das Eisen aus fleischhaltiger Nahrung optimal verwerten kann braucht er Vitamin C. Daher sollte diesen Mahlzeiten immer ein Schluck Apfel- oder Orangensaft beigefügt werden. Alternativ können auch ein paar Löffel Obstbrei als Dessert gefüttert werden.

Warum all diese strikten Vorgaben?

Auf junge Eltern stürzt in unserer kommerziellen Welt eine Flut an Informationen und Kaufempfehlungen rund um das Thema Baby ein. Welchen Inhalten man sich dabei mehr oder weniger widmet muss jedes Elternteil selbst entscheiden. Alle dargestellten Informationen zum Thema Beikost haben mir geholfen zu entscheiden was gut für meinen kleinen Schatz ist. Ihr solltet sie deshalb nicht als strikte Vorgaben betrachten, sondern als hilfreiches Basiswissen bei der Erstellung Eueres persönlichen Beikostplan.

Wir haben doch früher auch alles gegessen? Warum wird heutzutage so ein Trara um die Beikosteinführung gemacht?

Die Erkrankungen an allergischem Asthma, Hautirritationen, Heuschnupfen und Zölikie haben in den letzten 30 Jahren deutlich zugenommen. Neben einer genetischen Veranlagung und der Lebensumwelt der Kinder spielt dabei auch die Beikosteinführung eine Rolle. Um das Allergierisiko möglichst gering zu halten, wurden daher Grundregeln der Beikosteinführung entwickelt.

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