Getreidebrei für das Baby

Mit dem Abendbrei, Nachmittagsbrei und beim Knabbern an Brötchen oder Brot macht das Baby seine ersten Erfahrungen mit Getreide. Aber worauf sollte man beim Füttern von Getreidebrei eigentlich achten und was hat die Sache mit der Glutenverträglichkeit auf sich?

Inhalte dieser Seite:
Welche Getreidesorte eignet sich zur Einführung des Getreidebrei?
Warum solltet ihr für das Baby spezielle Getreideflocken verwenden?
Wie ist das mit Gluten beim Baby?


Welche Getreidesorte eignet sich zur Einführung des Getreide-Brei?

Um das Baby langsam an das Getreide heranzuführen empfiehlt es sich, mit leicht verdaulichem Getreide zu beginnen. Mehrfach bewährt hat es sich mit Reis zu starten und dann nacheinander Hafer, Hirse, Dinkel, Weizen und Roggen einzuführen. Auf Mehrkornbrei sollte zu Beginn verzichtet werden bis alle Getreidesorten eingeführt wurden.

Aktuellen Studien zufolge sollte die Einführung glutenhaltiger Lebensmitteln noch während der Stillzeit, jedoch nicht in den ersten drei Lebensmonaten erfolgen, da so das Risiko an Zöliakie zu erkranken, reduziert wird. Dieser Empfehlung schließt sich auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. an.


Reis

Reis zählt zu den glutenfreien Getreidesorten. Er eignet sich sehr gut als Einsteigergetreide für den ersten Getreidebrei, da er allergenarm und sehr leicht verdaulich ist.

Durch viele wertvolle Kohlenhydrate wirkt er stopfend, ist im Vergleich zu anderen Getreidesorten aber eher nährstoffarm.

Wir empfehlen euch Brei mit Reisflocken zur Einführung des Getreide-Obst-Brei. Außerdem eignet er sich sehr gut bei Magen-Darm-Irritationen des Babys, wie Durchfall oder Bauchschmerzen.

Hirse

Hirse ist ein glutenfreies und leicht verdauliches Getreide. Sie enthält viel Eisen sowie andere wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente wie beispielsweise Kieselsäure. Kieselsäure hat einen positiven Effekt auf das Hautbild, so dass Hirsebrei für Kinder mit Neurodermitis sehr empfehlenswert ist.

Durch ihren recht hohen Eisengehalt eignet sich Hirse zudem als Fleischersatz für das Baby. Bitte beachtet aber, dass ihr dem Brei etwas Vitamin C zufügt. Das geht am besten mit einem Schluck Apfelsaft.

Dinkel

Das glutenhaltige Getreide Dinkel ist die Urform des Weizens. Es ist recht gut bekömmlich und verhältnismäßig wenig allergen.

Während sich Dinkelflocken sehr gut für den Getreide-Obst-Brei eignen, könnt ihr mit Dinkel-Vollkornmehl wunderbar für Kinder backen.

Hafer

Hafer ist ein glutenhaltiges Getreide mit einem milden Geschmack, den Babys lieben. Es ist recht allergen, enthält aber auch viele wertvolle Inhaltsstoffe, die das Baby für ein gesundes Wachstum braucht.

Unter den Getreidesorten ist Hafer die beliebteste Sorte für Babybrei. Es gibt für Babys spezielle Schmelzflocken, die aus gemahlenen Vollkorn-Haferkernen hergestellt werden. In dieser Form ist Hafer für Babys im ersten Lebensjahr am besten verdaulich.

Weizen

Weizen ist für Babys der Klassiker unter den Getreidesorten. Den meisten ist er in diesem Zusammenhang eher als Griess ein Begriff. Weizen ist glutenhaltig und recht allergen. Daher sollte er Babys die gestillt werden in Maßen bereits ab dem 5.Monat zugeführt werden, um das Immunsystem des Babys aufzubauen.

Warum solltet ihr für das Baby spezielle Getreideflocken verwenden?

Babys können im ersten Lebensjahr noch kein rohes Vollkorngetreide verdauen. Deshalb solltet ihr Instantflocken oder Schmelzflocken bevorzugen. Das Getreide ist darin bereits vorbehandelt und keimfrei. Wir haben mit den Getreideflocken von Alnatura sehr gute Erfahrungen gemacht.

Getreidebrei Alnatura

Was ist Gluten?

Gluten ist ein Kleber-Eiweiß, welches in verschiedenen Getreidesorten steckt. Die bekanntesten glutenhaltigen Getreide sind Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Dinkel. Fügt man dem Mehl Wasser hinzu, so sorgt das Gluten dafür, dass sich eine elastische, gummiartige Masse bildet. Einige Menschen haben eine Veranlagung die dazu führt, dass bestimmte Bestandteile des Glutens zu einer Entzündung der Darmschleimhaut (Zöliakie) führen.

Ab wann kann mein Baby glutenhaltige Lebensmittel bekommen?

Neusten Studien zufolge wird empfohlen in den frühen Lebensmonaten (nach 4.Monat), in denen noch gestillt wird, mit glutenhaltigen Lebensmitteln zu beginnen. In dieser Zeit besitzen die Babys ein Allergiefenster, in dem sie eingebrachte Lebensmittel wesentlich besser vertragen als bei einer späteren Einführung.

Welche Symptome weisen auf eine Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) meines Babys hin?

Eine Gluten-Unverträglichkeit zeigt sich erst 3 bis 4 Monate nachdem glutenhaltige Lebensmittel eingeführt wurden. Warnzeichen sind dann neben Durchfall vor allem über-riechender Stuhl, Erbrechen, Blähungen, ein aufgeblasener Bauch und Appetitlosigkeit. Zudem entwickelt sich das Baby nicht mehr zeitgemäß, wirkt blass, nervös und schlapp.
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Getreide für den Babybrei: Weizen, Hirse, Griess und co.


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